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Vorstellungsgespräch

Nur Mut. Die erste, die größte Hürde ist schon mal genommen. Mit einer guten Vorbereitung wird auch das Vorstellungsgespräch nicht zum Fiasko, sondern kann richtig Spaß machen. Es ist kein einseitiger Test wie in der Schule, wo der Lehrer meist recht hat.
Es dient dem gegenseitigen Kennen lernen und daher dürfen gerne auch Fragen gestellt, nicht nur beantwortet werden.

Vorbereitung:

Bei der Vorbereitung ist daher wichtig, einige Informationen über den Betrieb zu suchen und hierzu gezielt weitergehende Fragen zu stellen. Die Fragen signalisieren Interesse und Vorbereitung. Das Gespräch kann gerne mit Hilfe von Eltern oder Lehrern geübt werden.
Zur Vorbereitung gehört auch, den Termin zu bestätigen, festzustellen wie Sie zum Betrieb kommt und dann die Anreise so zu organisieren, dass Sie 10 Minuten früher dort sind.

Während des Gesprächs:

Selbstverständlich sollten saubere Kleidung, passend zum Typ, Anlass und Beruf sein. Sie werben schließlich für sich selbst. Und wer gut sich selbst verkauft, von dem rechnet man auch damit, dass er oder sie das Unternehmen gut repräsentieren kann. Aufgeregt sein ist völlig normal. Wer dies nicht ist, ist in der Regel an der Stelle nicht interessiert. Das weiß auch jeder Chef. Und trotzdem: versuchen Sie, ruhig zu bleiben und Ihr Gegenüber anzuschauen. Merken Sie sich den Namen Ihres Gesprächspartners und verwenden Sie diesen. Die Grundlagen einer guten Kommunikation sind eine Selbstverständlichkeit: Gesprächspartner ausreden lassen. Selbst möglichst frei reden und nicht nur mit ja oder nein antworten. Aber auch nicht ohne „Punkt und Komma" reden. Nachfragen, wenn etwas nicht verstanden wurde.

Wie ein Vorstellungsgespräch genau abläuft, lässt sich schwer vorhersagen. Meist wird zu Anfang des Gesprächs versucht, über gegenseitige Begrüßung, einleitende Worte und eher unverfängliche Fragen („Small talk") eine aufgelockerte, freundliche Atmosphäre zu schaffen. Danach wird man Sie hauptsächlich zu Ihren Bewerbungsunterlagen befragen und versuchen, mehr über Sie zu erfahren. Anschließend werden Betrieb und Ablauf der Ausbildung dargestellt. Jetzt haben Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Zum Schluss wird über das weitere Verfahren informiert (z.B. wann Sie mit einer Entscheidung rechnen können) und es erfolgt die Verabschiedung.

Gehen Sie nach dem Gespräch den Verlauf nochmals Schritt für Schritt selbstkritisch durch und notieren Sie Ihre Eindrücke. Wenn Sie sich über Ihre Stärken/Schwächen und das Angebot des Betriebes klar werden, ist dies schon die Vorbereitung für das nächste Gespräch oder dient dazu, zwischen zwei Angeboten entscheiden zu können.

Absagen:

Und wenn es noch so gut gelaufen ist: Absagen sind völlig normal. Daher: nicht entmutigen lassen und gerade wenn es gut gelaufen ist: nach den Gründen für die Absage fragen. Oft wird die Antwort sein, es gab jemand, der passte besser. Aber häufig gibt es auch wichtige Hinweise, ob Sie selbst einen kleinen Fehler gemacht haben. Denn aus Fehlern kann man lernen. Jede Bewerbung ist nicht nur eine neue Chance, sondern auch ein Training.

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