
Juniortechniker-Workshops der Handwerkskammer Koblenz lassen Schüler Handwerksberufe erleben
Koblenz. Während der Ferien vielleicht den „Traumberuf“ entdecken? In den Berufsbildungszentren der Handwerkskammer Koblenz hatten Schüler der Klassen 7 bis 10 die Möglichkeit, verschiedene Handwerksberufe kennen zu lernen und bekamen so einen Einblick in die Vielfalt des Handwerks. Die Schüler aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz nutzten erneut die dreitägigen Juniortechniker-Workshops und testeten ihre praktischen Fähigkeiten. Kreative Ideen waren dabei ebenso gefordert wie technisches Verständnis. Die meisten Schüler entschieden sich diesmal für das Kfz-Handwerk oder schnupperten im Bereich PC-Systemtechnik. Die Workshops bei der HwK Koblenz sind eine Hilfestellung für die spätere Berufswahl, denn: Heute Juniortechniker, morgen Handwerkslehrling!
Nico Thillmann kommt nach den Ferien in die 8. Klasse der Esterauschule in Holzappel. Die Juniortechniker-Workshops der HwK besucht er bereits zum dritten Mal. „Nach Metall und Büro habe ich mich diesmal für Kfz entschieden. Ich möchte in möglichst viele Berufe schnuppern. Bisher gefällt mir alles gut“, so der 13-jährige Schüler. Colja Ibron zeigt stolz seinen Juniortechniker-Pass. „Ich besuche schon zum vierten Mal den Workshop PC-Systemtechnik. Vorher habe ich bei der Filmproduktion und in dem Workshop ‚Webprogramme’ mitgemacht. Ich habe die Realschule in Lahnstein erfolgreich beendet, will jetzt an der BBS Lahnstein das Fachabitur anschließen und danach Informatik studieren. Die Workshops bei der HwK haben mich in meinem Berufswunsch bestärkt.“
Mitmachen lohnt
Am Ende eines jeden Workshops gibt es ein Zertifikat. Der Kurs wird in den Juniortechniker-Pass eingetragen. Wenn der Pass nach sechs besuchten Kursen voll ist, wartet eine Überraschung! Die nächsten Juniortechniker-Workshops finden vom 9. bis 11. August und in den Herbstferien vom 11. bis 13. Oktober statt.
Informationen und Anmeldung bei der HwK Koblenz
Berufsbildungszentrum II
David-Röntgen-Str. 10, 56073 Koblenz
Ansprechpartnerin Lydia Pfahl
Telefon 0261/398-111
Telefax 0261/398-990
E-Mail juniortechniker@hwk-koblenz.de
www.hwk-koblenz.de/juniortechniker
Stand: 12.07.2010
Grundschüler hämmern, schrauben, kleben bei Ferienpraktika der HwK Koblenz
KOBLENZ. Mit vor Eifer glänzenden Augen bauen sie eine kleine Windmühle für Balkon oder Garten. Sie verzieren einen Blumentopf oder einen Bilderrahmen mit Mosaikfliesen. Sie hämmern, schrauben, kleben und werken. Grundschüler der dritten und vierten Klassen schnuppern in den Berufsbildungszentren der Handwerkskammer in Koblenz aufregende Handwerksluft.
Sie erleben zwei spannende Tage bei den HelleWecKs-Ferienpraktika. Stolz zeigen sie sich gegenseitig ihre Arbeiten. „Handwerk macht viel Spaß“, so die Meinung der Kinder. „Alle sind nett und helfen uns auch“, urteilen sie über die Ausbilder und Lehrlinge, die ihnen in den Workshops zur Seite stehen. Es geht heiß her in den Ferienworkshops der HelleWecKs und das liegt nicht nur am Wetter, das es an diesen Tagen besonders gut meint. „Es ist toll“, stimmen die Grundschüler überein und strahlen. Viele sind nicht zum ersten Mal im Workshop bei der HwK. Sie wollen Neues ausprobieren, ihre Fingerfertigkeiten testen und zusammen mit Gleichaltrigen viel Freude haben.
„Die Handwerks-Workshops in den Ferien sind didaktisch auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Schüler abgestimmt. Je früher Kinder ihre Fähigkeiten testen können, desto leichter fällt ihnen später die Entscheidung für eine Ausbildung“, so Bernd Hammes, Leiter der Aus- und Weiterbildung der Handwerkskammer Koblenz.
Die nächsten HelleWecKs-Ferienpraktika finden in den Herbstferien am 14. und 15. Oktober 2010 statt.
Informationen zu den HelleWecKs-Ferienpraktika
bei der Handwerkskammer Koblenz
Telefon 0261/398-111
E-Mail hellewecks(at)hwk-koblenz.de
www.hellewecks.de
Stand: 09.07.2010
Positiver Trend in der Ausbildung: 9,3 Prozent mehr Lehrverträge im Handwerk
KOBLENZ. Die Ausbildungssituation 2010 deutet darauf hin, dass es wieder mehr Lehrstellen als Bewerber geben wird. Die Zeit, in der Betriebe für Lehrlinge wieder den ‚roten Teppich’ ausrollen, liegt angesichts der demographischen Entwicklung nahe. Jedoch wird ein Bewerber mit ungenügenden Noten in Mathematik und Physik auch in Zukunft keine Lehre zum Elektroniker erfolgreich meistern“, so ein Fazit der Handwerkskammer Koblenz. Die HwK legte jetzt die Lehrstellenstatistik bis Ende Juni dieses Jahres vor.
1.596 Lehrverträge wurden bis jetzt in die Lehrlingsrolle der Handwerkskammer Koblenz eingetragen. Das ist ein Plus von 9,3 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr. Gegenwärtig sind in der Lehrstellenbörse der HwK Koblenz noch 238 freie Lehrstellen vorhanden. Sowohl für Technikfreaks wie auch für gestalterisch Interessierte ist etwas dabei. Schon heute haben Handwerksbetriebe ihre Ausbildungsbereitschaft für das Jahr 2011 signalisiert. 141 Lehrstellen für nächstes Jahr liegen bereits vor. Es herrscht grundsätzlich eine optimistische Stimmung bei den Handwerksbetrieben, die Ausbildungsbereitschaft ist nach wie vor hoch.
Bei den Ausbildungsberatern der HwK Koblenz rufen vermehrt Betriebe an, die ihre offenen Lehrstellen noch nicht adäquat besetzen konnten. Eine Übersicht über alle freien Lehrstellen gibt die HwK-Lehrstellenbörse. Sie wird täglich aktualisiert. In der Pädagogischen Anlaufstelle der Handwerkskammer laufen alle Informationen zusammen und können
unter www.hwk-koblenz.de/lehrstellen abgerufen werden.
Informationen zur Ausbildung
bei der Handwerkskammer Koblenz
Telefon 0261/398-323
E-Mail aubira(at)hwk-koblenz.de
Stand: 06.07.2010

Erfolgreicher Abschluss im Berufsbildungszentrum Herrstein
KOBLENZ/HERRSTEIN. Sie sind zu recht stolz auf das Geleistete. Acht Absolventinnen des Studiengangs „Betriebswirt des Handwerks“ wurden jetzt in einer Feierstunde in der Galerie Handwerk der Handwerkskammer Koblenz in Herrstein geehrt. Bernd Hammes, Leiter des Referats Weiterbildung der HwK Koblenz, würdigte das Engagement der Teilnehmerinnen, die neben Beruf und Familie 1 ½ Jahre lang noch zweimal wöchentlich die Schulbank drückten.
Anfang 2009 begann zunächst die Weiterbildung zur Fachwirtin für kaufmännische Betriebsführung mit den Schwerpunktthemen Betriebswirtschaftslehre, Personal, Recht und Marketing sowie der Ausbildereignungsprüfung. Darauf aufbauend konnten die Teilnehmerinnen nach einem weiteren dreimonatigen Studiengang am vergangenen Samstag ihre Abschlussprüfung zur Betriebswirtin ablegen. Michael Fuhr, Leiter des HwK-Bildungszentrums in Herrstein, der als Kursleiter auch einen Teil des Unterrichts absolvierte, gratulierte den frisch gebackenen Betriebswirtinnen und wünschte ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung des erworbenen Fachwissens.
„Mein Mann freut sich, dass ich ihn jetzt in vielen betriebswirtschaftlichen Dingen entlasten kann“, äußerte sich eine Teilnehmerin, ebenso trage die Fortbildung auch zur Stärkung der eigenen Persönlichkeit bei. „Wir haben uns in Herrstein sehr wohlgefühlt und sind froh, dass wir diese Qualifikation, die auch für den beruflichen Aufstieg sehr wichtig ist, hier vor Ort erwerben konnten.“
Das nächste Seminar zur „Fachwirtin für kaufmännische Betriebsführung“, das speziell für Unternehmerfrauen und Frauen in leitenden Positionen entwickelt wurde, beginnt in Herrstein am 16. August mit dem Modul Betriebswirtschaftslehre, der Unterricht findet berufsbegleitend samstags von 8 bis 13 Uhr und montags von 17 bis 21 Uhr statt. Die Fortbildungslehrgänge der HwK-Koblenz finden auch in Koblenz und an weiteren Standorten der HwK statt.
Weitere Informationen zu den Lehrgängen
bei der HwK-Weiterbildung
Telefon 0261/398-415
E-Mail bildung(at)hwk-koblenz.de
www.hwk-bildung.de
Stand: 06.07.2010

Forschungsdirektor vom Bundesinstitut für Berufsbildung bei der HwK Koblenz
KOBLENZ/ BAD NEUENAHR-AHRWEILER. Professor Dr. Reinhold Weiß, Ständiger Vertreter des Präsidenten und Forschungsdirektor des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) in Bonn, besuchte in diesen Tagen die Sitzung des Berufsbildungsausschusses der Handwerkskammer Koblenz in der Ahr-Akademie in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Schwerpunktthema des Erfahrungsaustauschs mit dem Ausschuss war die Sicherung des Fach- und Führungskräftebedarfs des Handwerks unter veränderten Bedingungen in Wirtschaft, Bevölkerungsstruktur und Bildungslandschaft.
In den kommenden Jahren werden die Zahlen der Schulabsolventen weiter sinken und werden Jugendliche in ganz erheblich größerer Anzahl eine Studienberechtigung schulisch erhalten. Da gleichzeitig die beruflichen Anforderungen im Handwerk steigen, muss und will das Handwerk seine Bildungs- und Karrierewege offensiver vermitteln und zusammen mit Bildungspolitik und Hochschulen weiter ausbauen. „Der Fachkräftebedarfs des Handwerks kann gemeistert werden“, so das Fazit der Sitzung des Berufsbildungsausschusses.
Berufsbildung als „Premium-Produkt“ in der Bildungslandschaft stärken
Prof. Weiß verdeutlichte, dass die jährlich aus den Veröffentlichungen der bildungspolitisch abgeleitete Forderung nach mehr akademischen Abschlüssen für Deutschland so nicht gerechtfertigt ist. Die auf Basis einer betrieblichen Ausbildung in Verbindung mit Fortbildung zu erreichenden Abschlüsse entsprechen in ihren Anforderungen vielfach den Bachelor-Abschlüssen anderer Länder oder übersteigen sie sogar. Daher ist es für ihn konsequent, für eine Vergleichbarkeit mit der zukünftigen europäischen Systematik der Bildungsabschlüsse den handwerklichen Meister- und den hochschulischen Bachelor - Abschluss gemeinsam auf der sechsten Niveaustufe eines achtstufigen Deutschen Qualifikationsrahmen einzuordnen. Prof. Weiß sah zugleich in den mit der aktuellen Änderung des rheinland-pfälzischen Hochschulrechts verbundenen Erweiterun-gen des Hochschulzugangs für beruflich Qualifizierte ein „deutliches Signal“ an Schüler, Eltern, Lehrer und Öffentlichkeit, dass die Berufsbildung eine „erste Wahl“ für berufliche Qualifizierung und Beschäftigung ist. Hierfür müsse die Berufsorientierung an den Schulen in Verbindung mit den Unternehmen weiter verbessert werden.
Er sprach sich für die Situation in Deutschland gegen die in den vorherrschende „Polarisierungs“-These der Qualifikationsentwicklung, nach der auf dem Arbeitsmarkt auf der einen Seite immer mehr hoch qualifizierte Tätigkeiten und auf der anderen Seite nur noch sogenannte „Mac-Jobs“ im niedrig qualifizierten Dienstleistungssektor benötigt würden, aus. Er zeigte auf, dass in der Wirtschaft in Deutschland insgesamt und gerade im Handwerk auch in Zukunft ein hoher Be-darf an gut ausgebildeten Gesellen und an Meistern bestehe, um neue Betriebe zu gründen oder zur Übernahme anstehende Betriebe fortzuführen.
Gleichwertigkeit und Durchlässigkeit beruflicher und schulischer Bildung
In der Qualität der Berufsausbildung, in verbesserten Übergangsmöglichkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung sowie in der Attraktivität handwerklicher Berufsbildung bis zur Selbstständigkeit sah Jünger Günster, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses, die zentralen Instrumente, um den zukünftigen Fach- und Führungskräftebedarf des Handwerks zu bewältigen. Hauptgeschäftsführer Alexander Baden wies auf die hohe lebenslange „Rendite“ einer Berufsbil-dung im Handwerk hin. Die sehr guten Karrieremöglichkeiten bis zur Selbstständigkeit im Hand-werk würden von den jungen Menschen und ihren Eltern sowie in Schule und Gesellschaft oft unterschätzt. Prof. Weiß mahnte gleichzeitig weitere Schritte in der Qualitätsentwicklung der be-ruflichen Aus- und Fortbildung an, um bessere Transparenz und Durchlässigkeit zwischen aka-demischem und beruflichem Bildungssystem sicherzustellen.
HwK leistet Starthilfe
Die Handwerkskammer Koblenz hat ihre Zusammenarbeit auch mit den Hochschulen intensiviert, um beispielsweise Handwerksbetriebe und leistungsstarke Lehrlinge bei ihrem Weg in ein Duales Studium zu begleiten. Die Zusatzqualifikation zum „Betriebsassistenten im Handwerk“ findet parallel zur Lehre statt und bietet jungen Leuten zusätzliche Karrierechancen, so z.B. den schnelleren Weg zum Meistertitel. Ziel des Projekts „Handwerk integriert Migranten“ ist, Betriebsgründungen von Migranten zu unterstützen, jugendliche Migranten in ein Ausbildungsverhältnis zu vermitteln, Fachkräfte weiter zu qualifizieren und die Öffentlichkeit für die Situation Jugendlicher mit Migrationshintergrund noch stärker zu sensibilisieren. Außerdem bietet die Handwerkskam-mer Koblenz in Zusammenarbeit mit und in Förderung durch die Agenturen für Arbeit mit zahl-reichen Maßnahmen jungen Menschen mit Beeinträchtigungen Starthilfen in die Berufs- und Arbeitswelt.
Informationen zu Dualen Studiengängen
Telefon 0261/398 333
E-Mail aus-bild(at)hwk-koblenz.de
Informationen zu Berufsorientierungsprojekten
Handwerkskammer Koblenz
Telefon 0261/ 398-324
E-Mail pa(at)hwk-koblenz.de
Stand: 05.07.2010