
Der Übergang von der Schule (wo nicht alles einfach, aber zumindest geregelt war) in den Beruf ist nicht einfach. Was tun? Wie tun? Wie entscheiden?
Die folgenden Seiten setzen voraus, dass die erste Entscheidung getroffen ist: Du weißt, für welchen Beruf du dich bewerben willst – egal ob für ein Praktikum oder eine Lehrstelle. Wenn nicht, dann bitte noch mal zurück zu den Seiten, die über die vielfältigen Möglichkeiten des Handwerks informieren oder Kontakt zu den Ausbildungsberatern aufnehmen!
Okay, nun geht es darum, mit Betrieben in Kontakt zu kommen. Der nächste Schritt ist daher, Adressen zu finden. Adressen von Handwerksbetrieben findest du zum Beispiel über die Handwerkskammern in Rheinland-Pfalz.
Adressen vorhanden – was nun? Anrufen, Hingehen, Anschreiben? Anschreiben per E-Mail oder Brief?
Es gibt keine "goldene" Lösung. Das Vorgehen ist auch davon abhängig, ob es sich um eine Blind-Bewerbung, d.h. eine Anfrage, ob überhaupt Praktika oder Ausbildung angeboten werden, oder um eine konkrete Bewerbung um eine ausgeschriebene Stelle in der Zeitung oder einer Lehrstellenbörse handelt.
Bei Blind-Bewerbungen ist es meist nicht verkehrt per Telefon anzufragen, ob ein Bewerbungsschreiben lohnt. Bei ausgeschriebenen Stellen kann man davon ausgehen, dass eine schriftliche Bewerbung gewünscht ist. Außer, die Ausschreibung gibt andere Informationen. Eine schriftliche Bewerbung umfasst meist ein Anschreiben, einen Lebenslauf und Zeugnisse/Bescheinigungen.
Auf den folgenden Seiten gibt es Tipps, wie Anschreiben und Lebenslauf erstellt werden können. War die Bewerbung erfolgreich, folgt meist (bei Praktika eher nicht der Fall) eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Auch hierzu gibt es auf den folgenden Seiten Hinweise. Manchmal geht einem Vorstellungsgespräch noch ein Test voraus. Diese Tests sind meist ähnlich aufgebaut: Mathe, Rechtschreibung und schriftlicher Ausdruck, logisches Denken, Konzentrationsfähigkeit und Sorgfalt, Schnelligkeit sind einige Punkte, die fast immer kommen. Vorbereitendes Üben kann sinnvoll sein, um nicht völlig überrascht zu werden. Man sollte solche Aufgaben mal gesehen und gemacht haben. Es ist aber nicht wie beim Führerschein: Auswendiglernen bringt nichts. Dafür sind die Variationsmöglichkeiten einfach viel zu groß. Wir bieten hier keine Mustertests, da wir die Gefahr sehen, dass sich zu sehr dann auf diese Variante konzentriert wird. Wer Tests sucht, findet viel im Internet. Es lohnt sich aber auch, im BIZ der Agentur für Arbeit nachzufragen.
>> Allgemeine Tipps
Auch für den Lebenslauf, auch Curriculum Vitae (CV) genannt, sind bestimmte Standards üblich. Diese sind von Land zu Land unterschiedlich. Da zunehmend Praktika im Ausland oder auch eine Berufstätigkeit in einem anderen EU-Land üblich werden, wurde von der EU ein CV-Formular entwickelt, das im Laufe der Zeit zum europäischen Standard werden soll.
Dieses Formular stellt andere Anforderungen, als man es in Deutschland gewohnt ist. Es erfordert, nicht nur die persönlichen Daten einzutragen, sondern es soll in stärkerem Maße die ganze Persönlichkeit eines Bewerbers dargestellt werden. Insbesondere bietet dieses Formular die Möglichkeit, Sozialkompetenzen, die nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit Schule, Ausbildung und Beruf stehen, deren große Bedeutung aber immer mehr erkannt wird, aufzuzeigen.
Den europäischen CV, Informationen und Anleitungen findest du
unter www.europass.cedefop.europa.eu.